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Eine uns allen bekannte ältere Dame erzählte mir einmal, dass sie zum erstenmal im Alter von 14 Jahren bei Schöller die riesigen " Pappköppe " bestaunte.Sie stellte sich die Frage, wer oder was sich unter den Köpfen befand. Hierbei handelte es sich um unsere Vereinsmitglieder J.Kißmann und J.Beckermann. Seit diesem Erlebnis ließ der Karneval das damals noch junge Mädchen nicht mehr
los. Sie wurde uns nach dem 2. Weltkrieg eine gute Gastgeberin.Wir erinnern uns gerne an Cläre und Max Schöller.
Was geschah so in der Karnevalszeit bis zum 2. Weltkrieg? An den Sonntagen zwischen Januar und Aschermittwoch wurden die närrischen Kappensitzungen oder Damensitzungen abgehalten, die bei den Weidkämpern großen Anklang fanden. Den Höhepunkt der Karnevalszeit bildeten jeweils der Preismaskenball am Fastnachtsdienstag und die Beerdigung des Weingottes "Bacchus" am Aschermittwoch.
Aus vielen Überlieferungen damaliger Mitglieder geht hervor, dass diese Bacchusbeerdigungen urwüchsig waren und von dem gesunden Humor der Väter kündeten. Aus den ersten Jahren ist bekannt, dass der Trauerzug vom "langen Körntgen " angeführt wurde, der sich im roten Frack und hohen
Stulpenstiefeln präsentierte.
Dank der Initiative der Gebr. Dammann, Otto Bohmert, Ernst Kaths, Johannes Kerkmann, Franz Schmidt nahm die Gesellschaft einen beachtlichen Aufschwung.
Der erste Weltkrieg unterbrach die Arbeit, dann ging es wieder bergauf, um mit dem Ausbruch des zweiten Weltkrieges um so tiefer wieder herunter zu sinken. Es ist nicht bekannt, ob die Gesellschaft 1928 am ersten Essener Rosenmontagszug
teilnahm. Einmal oben, einmal unten, so ist es nun einmal im Leben. Bomben vernichteten die traditionelle Tagungsstätte und raubten der Gesellschaft das gesamte
Inventar. Viele Mitglieder kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück. Das Vereinsleben ruhte. Der erste zaghafte Versuch, dieses wieder in Schwung zu bringen , wurde nach dem Krieg, Karnevalsdienstag im Jahre 1946, im Hause Max Schöller unternommen.
Richtig in Schwung kam das Vereinsleben erst im Jahre 1950. Da sammelten Willi Hohmann, Johann Pöllen, Heinrich Lorey, August Schweizer, Hermann Schwedtmann, Anton Josten, Heinrich Böddeling, Josef Bolte Theo Weber und Max Schöller wieder Narren um sich.
Der erste Präsident nach dem Kriege war wie auch zuletzt vor dem unseligen Kriege, Hermannn
Schwedtmann. Die nachfolgenden Präsidenten waren Willi Hohmann, Jupp Rengier, Jupp Scheiderich, dann wieder Willi Hohmann, Alfred Bernsdorf , Günter Hollmann der nach 18 Jahren Amtszeit das Zepter an Ulrich Bohn übergab.
2001 Ulrich Bohn legt das Präsidentenamt nieder und Hans Günter Usinger
wird zum Präsident gewählt.
Der letzte Zeremonienmeister vor dem Kriege war Franz Schmidt, der dieses Amt in unnachahmlicher Weise ausführte.
Der erste Zeremonienmeister nach dem Kriege war Hannes Lucht , der dieses Amt mit dem Zepter und der Eule an Alex Ortmann übergab.
Folgende
Mitglieder sind bis zum heutigen Tag noch Zeremonienmeister gewesen: Anton Mielzarek, Ferdi Schüller, Hans Schäfer,
Günter Hollmann, Otto Schütte, Wolfgang Grieger, Ulrich Schröder,
Henri Gerting, Klaus Plümacher, Sven Schröder, Detlef Orlowski,
Wolfgang Esser.
Das Vereinsschiff als Vorsitzender leiteten nach dem Kriege Heini Scholven, Heinz Tersteegen, Siegfried Klaumannsmöller, Michael Deumlich, Siegfried Becker, Helmut Kröhnert , Jürgen Kröhnert, Henri Gerting, Günter Hollmann.
Das 100 jährige Bestehen wurde mit einem berauschenden Fest gefeiert.Ca. 300 Gratulanten aus dem In - und Ausland wurden mit einem großartigen Programm und Köstlichkeiten vom Büffett empfangen. Das Glas Bier wurde zum Preis der Gründerzeit für 50 Pfennige
ausgeschenkt. Die Jubiläumssitzung fand im neu eröffneten großen Saal der Dampf-Bier-Brauerei
statt. Der Saal faßte 600Gäste und die Gesellschaft war froh nach den Jahren bei Mellis, der Saal stand durch Pächterwechsel nicht mehr zur Verfügung, einen größeren Saal gefunden zu haben. Das närrische Jubiläum 111 Jahre Klein-aff wurde in der Brauerei mit ca 600 Gästen gefeiert.
Im Folgejahr dankte Präsident Günter Hollmann nach 18 Jahren Präsidentschaft ab und übergab das Zepter an Ulrich Bohn.
Im Jahr 1979 stellte die Gesellschaft den Kinderprinzen Wolfgang I.(Hollmann) ,1999 das Kinderprinzenpaar Torsten I.(Bohn) u. Mareike I.(Schröder), und im Jahr 2000 nochmals Torsten.II
mit Kinderprinzessin Marcida I. von der K.G. Hahnekopp
1996 stellte die Gesellschaft erstmals das Stadtprinzenpaar, Ehrenpräsident Günter Hollmann und seine Gattin Hildegard regierten und repräsentierten die Narren der Stadt Essen als "Seine Tollität Prinz Günter I. und Ihre Lieblichkeit Prinzessin Assindia Hildegard I."Als Tollitäten von Klein-aff verzichteten Sie auf alle Blumen u. Sachgeschenke und sammelten stattdessen für herzkranke
Kinder. So konnten Sie nach der Amtszeit dem Klinikum in Essen einen fünfstelligen Betrag für med. Geräte zur Verfügung stellen.
Im Jahr 2000 das Festkomitee suchte erneut nach einem Prinzen , übernahm Hans Günter Usinger als Günter II. mit der Prinzessin Assindia Veronika I. von der K.G.Narretei Kray ,das Amt als Stadtprinzenpaar.
2001 Günter Hollmann wird 1. Vorsitzender danach legt Ulrich Bohn das Amt als Präsident nieder und Hans Günter Usinger wird
Präsident.2004 Der Verein feiert den närrischen Geburtstag 11 X 11 Jahre "Klein-aff". Damen in historischen Kleidern aus der Gründerzeit und Mitglieder im Outfit der Gründerzeit (Blaukittel, Halstuch, Strickmütze) bewirten die Gratulanten und Gäste.
2006 Hans Günter Usinger legt das Präsidentenamt nieder, neuer Präsident wird Heiko Henn. Zum großen Bedauern der Gesellschaft
steht das Präsidentenamt schon nach einer Session wieder zur Disposition.
2008 Die Zeit
vergeht und wieder ein großes Jubiläum. 125 Jahre besteht die Gesellschaft nun
und wieder wird das Fest ein grandioser Erfolg. Nach dem Ulrich Bohn
als Sitzungspräsident durch die Session führte wird er in der
Jahreshauptversammlung zum Präsident gewählt (Ulrich hatte dieses Amt
bereits von1995-2001)
2010 Präsident Ulrich Bohn teilt dem Vorstand seinen
Rücktritt als Präsident mit. Aus gesundheitlichen Gründen kann er das Amt
nicht mehr ausüben. In der Jahreshauptversammlung wird Hans Günter Usinger
erneut (2001 - 2006 bereits Präsident) zum Präsidenten gewählt.
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